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Sprüche
Wünsche zum neuen Jahr
Ein bisschen mehr Friede und weniger Streit
Ein bisschen mehr Güte und weniger Neid
Ein bisschen mehr Liebe und weniger Hass
Ein bisschen mehr Wahrheit - das wäre was
Statt so viel Unrast ein bisschen mehr Ruh
Statt immer nur Ich ein bisschen mehr Du
Statt Angst und Hemmung ein bisschen mehr Mut
Und Kraft zum Handeln - das wäre gut
In Trübsal und Dunkel ein bisschen mehr Licht
Kein quälend Verlangen, ein bisschen Verzicht
Und viel mehr Blumen, solange es geht
Nicht erst an Gräbern - da blühn sie zu spät
Ziel sei der Friede des Herzens
Besseres weiß ich nicht
Gedicht zum neuen Jahr aus „Mein Lied“ von Peter Rosegger.
Peter Rosegger wurde am 31. Juli 1843 in Alpl geboren, er starb am 26. Juni 1918 in Krieglach.
Mit Humor - Haare schneiden
Eines Tages kam ein Florist zu einem Frisör,
um sich seine Haare schneiden zu lassen.
Nach dem Haarschnitt wollte er bezahlen,
doch der Frisör sagte: „Ich kann kein Geld annehmen. Ich mache diese Woche Bürgerservice.“ Der Florist war angenehm überrascht und ging aus dem Geschäft. Als der Frisör am nächsten Morgen das Geschäft
öffnen wollte, fand er einen Strauß Rosen vor der Tür. Darin steckte eine Karte mit den Worten: „Herzlichen Dank“. Etwas später betrat ein Bäcker den Laden und ließ sich seine Haare schneiden. Als er bezahlen wollte, antwortete
der Frisör wieder: „ Ich kann kein Geld annehmen. Ich mache diese Woche Bürgerservice.“ Auch der Bäcker verließ
zufrieden das Geschäft. Und als der Frisör am nächsten Morgen aufsperren wollte, fand er einen Sack voll Gebäck vor der Türe mit einer Karte des Dankes darin. Kurz nach Ladenöffnung betrat ein Politiker das Geschäft. Als auch er nach dem Haarschnitt
nach der Rechnung fragte, sagte der Frisör wieder: „Ich kann kein Geld annehmen. Ich mache diese Woche Bürgerservice.“
Der Politiker war erfreut darüber und verließ das Geschäft. Als der Frisör am nächsten Morgen zu seinem
Geschäft kam, standen 20 Abgeordnete
vor der Türe und warteten auf einen Gratishaarschnitt.
Und das meine lieben Freunde zeigt euch den Unterschied zwischen der normalen Bevölkerung eines Landes und ihren Politikern.
(aus „Der steirische Unteroffizier“)
Wie man „LIEBE“ installiert - Anruf bei einer Hotline
Anrufer: Hallo, ich hab´ hier ein neues Programm, das würde ich gern auf meinem persönlichen System installieren.
Es heißt LIEBE. Was soll ich denn da als erstes machen?
Hotline: Auf Ihrer Festplatte
gibt es eine Partition, die heißt HERZ. Haben Sie diese
Partition?
Anrufer: Ach so, das ist der Trick! Ich hab’s immer auf der Hauptpartition KOPF versucht. Na gut, ich probiere
das mal. Mist, HERZ ist aber ziemlich voll!
Hotline: Machen Sie mal den Task-Manager auf und schauen unter „Prozesse“. Was läuft denn da so?
Anrufer: Oh je, alte Verletzungen.
exe, Groll.com, Geiz.com, Ablehnung.exe und lauter
so Zeug. Vor allem Hass.exe - wow, das krallt sich fast den ganzen Speicher!
Hotline: Kein Problem. LIEBE
wird vieles davon automatisch
aus Ihrem Betriebssystem
raushauen. Manches bleibt zwar im Hintergrund aktiv, wird aber keine anderen
Programme mehr stören. Alte Verletzungen.exe und Geiz.com müssen Sie aber vor der Installation selber vollständig löschen.
Anrufer: Nein! Das ist ein ganz wichtiges gutes altes Stück! Das hat mich Jahrzehnte
gekostet, all die Komponenten
dafür zu sammeln! Muss das wirklich raus?
Hotline: Ja, das ist unumgänglich.
Gehen Sie ins Startmenü und suchen Sie Zubehör/Verzeihung. Das lassen Sie so oft laufen, bis Geiz.com und die alten Verletzungen
vollständig raus sind.
Anrufer: Na gut, wenn’s sein muss. LIEBE ist mir einfach so sehr empfohlen worden. Das Ding will ich unbedingt hier laufen
haben! So, geschafft ... He! Da steht jetzt: „ERROR 490? Programm läuft nicht auf internen Komponenten“. Was soll denn das?
Hotline: Nichts Schlimmes, ist ein altbekanntes Problem. Es bedeutet, dass LIEBE für externe HERZEN konfiguriert
ist, aber auf Ihrem eigenen
ist es noch nicht gelaufen.
Das ist eine von diesen ganz komplizierten Sachen. Ich sag’s mal so: Sie müssen zunächst Ihr eigenes Gerät lieben, bevor es andere lieben
kann.
Anrufer: Wie bitte?
Hotline: Können Sie den Ordner Selbstakzeptanz finden?
Anrufer: Ja, hab ich.
Hotline: Wunderbar! Klicken Sie auf die folgenden Dateien und kopieren Sie die in den Ordner „MEINHERZ“, und zwar: Selbstvergebung.doc, Selbstschätzung.
doc und Güte.txt. Außerdem bitte Selbstbeurteilung.
exe aus allen
Ordnern löschen und dann den Papierkorb leeren, sonst kommen die immer wieder zurück.
Anrufer: LIEBE installiert sich jetzt ganz von selbst. Ist das gut so?
Hotline: Ja, so gehört das. Nun sollte eine Nachricht auftauchen, dass sich LIEBE immer wieder neu lädt, so lange Ihre HERZ-Festplatte läuft. Sehen Sie diese Nachricht?
Anrufer: Sehe ich. Ist die Installation nun abgeschlossen?
Hotline: Ja, aber denken Sie dran, dass Sie bis jetzt nur die Basisversion Liebe 3.1 installiert haben. Sie müssen sich nun mit anderen HERZEN
vernetzen, damit Sie an die Upgrades 5.0 rankommen.
Anrufer: OK. Klasse! Mein HERZ lädt gerade eine wunderschöne
Melodie. Auf meinem Bildschirm läuft Lächeln.mpg, Wärme.exe, Friede.exe, Zufriedenheit.doc und lauter solche Sachen breiten sich gerade im Speicher
aus. Fühlt sich sehr gut an!!!
Hotline: Fein! Damit ist LIEBE
installiert und läuft. Von diesem Punkt an sollten Sie gut alleine weiterkommen.
Anrufer: Jetzt brauchen Sie sicher meine Kontonummer wegen der Abbuchung.
Hotline (lacht): Nein, LIEBE
ist Freeware. Geben Sie das Programm bitte an jeden
weiter, den Sie treffen, mit allen Komponenten. Die Menschen werden es dann ihrerseits weiterverbreiten, und ich wette, dass Sie dann von denen eine Menge ganz feiner neuer Module zurückbekommen.
Anrufer: Gebongt - will ich gern machen. Vielen Dank für Ihre Hilfe!
(Autor unbekannt)
Adventgedanken
(von Marianne Hofmeister)
Hiaz is sie do, die stille Zeit,
doch wo i hin schau, weit und breit,
is von a Ruah nit viel zum sehn,
so vieles muaß im Advent geschehn.
Brauchst glei in die Gschäfta schau
schua im Oktober faungs do au,
olls glitzert, glänzt und leicht,
ols war da Christtog schon erreicht.
A jeder Firma sulls gelingen
vor Weihnachten olls fertig z´bringen.
I gsiach die Leit heut nur mehr lafen,
des muaß no sei, des is zan kafen.
Es wird immer härter drau zu denken:
„Wos sull i heuer wieder schenken?“
Wo is sie hin, die stille Zeit
mit Warten und Besinnlichkeit,
wo die Familie gmiatlich singt und locht,
Kerzerl auzünd und Gschenke mocht?
Kau i die Zeit heut „still“ no nennen
so wia´s die Urgroßeltern kennen?
Do hot´s koan Überfluss no gebn,
dei hobn no Zeit ghob richtig z´lebn.
Olle hobn si von Herzen gfreit
über die klianste Kloanigkeit.
Heit host as Geld und woast nix zan kafen.
Is do nit irgendwos folsch glafen?
San mia in der heitigen guaten Zeit
für an stillen Advent überhaupt bereit?
Bewahre die Stille der Weihnacht in deinem Herzen;
sie gibt dir Kraft in einer ruhelosen Zeit.
(Brigitte Theilen) |
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Vitamine für den Herbst
Wie erleben wir den Herbst?
Klagen wir, dass die Schatten länger werden,
dass Kälte und Dunkelheit zunehmen?
Befällt uns der Schmerz der Vergänglichkeit,
dass das Schöne des Lebens vorbei sei
und Schmerzen sich einstellen
wie ungebetene Gäste?
Oder können wir uns freuen
über die letzten leuchtenden Blumen,
das bunte Laub, die köstlichen Früchte,
die Ernte eines Jahres, über alles,
was in unserem Leben nicht nur verging,
sondern auch reifte zur Fülle?
Alles in diesem Leben ist vergänglich,
alle Freude, aber auch alles Leid.
Was bleibt, wenn alles hier vergeht?
Alles, was aus Liebe geschieht,
wird bleiben. Sie allein genügt.
Sie ist unser ewiges Zuhause. (Phil Bosmans) |
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Leben ist das, was passiert,
während du gerade andere
Pläne machst.
(John Lennon) |
Jetzt ist Sommer!
Egal, ob man schwitzt oder friert:
Sommer ist, was in deinem Kopf passiert.
Es ist Sommer!
Ich hab das klar gemacht:
Sommer ist, wenn man trotzdem lacht.
(Aus einem Liedtext von den Wise Guys)
| | „Der Sommer ist keine Jahreszeit, sondern eine
Lebenseinstellung.“
(Zitat im Internet gefunden) |
Die Reise ins Innere
Sommerzeit ist Reisezeit und Zeit
der Ansichtskarten.
Sie zeigen die Welt von ihrer Schokoladenseite.
Für eine schöne Aussicht nehmen wir
allerlei Anstrengungen auf uns, um hinterher
die Erfahrung zu machen: Je mühsamer der Weg,
desto schöner der Ausblick und die Erinnerung daran.
Auch wer zu Hause bleiben muss,
kann sich eine reiselustige Fantasie bewahren.
Sie macht eine Reise ganz anderer Art möglich,
die nichts kostet und unvergleichlich wertvoll ist:
die Reise in unser Inneres.
(Phil Bosmans) |
Im Frühling
Überall regt sich neues Leben.
Die Schöpfung legt ein Brautkleid an
aus tausend wunderbaren Blumen.
Als ob ihr in aller Stille zugeflüstert würde:
Ich hab dich gern.
Lieber Mensch, komm heraus ins Freie!
Draußen ist Frühling. Öffne deine Augen
für das frische Grün, für die bunten Blüten
und für das Wunder alles Lebendigen.
Öffne deine Ohren für den Gesang der Schöpfung.
Die Spatzen pfeifen es schon von den Dächern.
Was der Himmel der Erde ohne Worte sagt,
das flüstert er auch dir in aller Stille zu:
Mensch, ich hab dich gern.
Eine wunderbare Botschaft der Liebe.
Mit ihr herrscht auch bei dir Aufbruchstimmung.
Phil Bosmans
| | Der Schmetterling ist in die
Rose verliebt,
Umflattert sie tausendmal,
Ihn selber aber, goldig zart,
Umflattert der liebende
Sonnenstrahl.
Jedoch, in wen ist die Rose verliebt?
Das wüßt ich gar zu gern.
Ist es die singende Nachtigall?
Ist es der schweigende Abendstern?
Ich weiß nicht, in wen die Rose verliebt;
Ich aber lieb euch all‘:
Rose, Schmetterling, Sonnenstrahl,
Abendstern und Nachtigall.
Heinrich Heine (1797-1856) |
Wir sah‘n die Reben blühen
Wir sah‘n die Reben blühen
im milden Frühlingshauch,
und sah‘n für uns‘re Mühen
erblüh‘n die Hoffnung auch.
Die Trauben sind gediehen,
sind würzig süß und klar.
Lasst uns zur Lese ziehen!
Was wir gehofft, ward wahr.
Der Sommer tat das Seine,
der Herbst hat es vollbracht,
Mit warmem Sonnenscheine
und kühlem Tau der Nacht.
Die Trauben sind gediehen,
sind würzig, süß und klar.
Lasst uns zur Lese ziehen!
Was wir gehofft, ward wahr.
O Blick voll Wohlbehagen!
Wenn Beer‘ an Beere glänzt,
wenn wir zur Kelter tragen,
was Freuden uns kredenzt.
Die Trauben sind gediehen,
sind würzig, süß und klar.
Lasst uns zur Lese ziehen!
Was wir gehofft, ward wahr.
Autor:
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
(1798-1874)
| | Lebkuchenhaus
Ich wünsche mir ein Schloss aus Lebkuchen fein.
Zwei hohe Türme mit Rosinen nicht zu klein.
Fensteröffnungen und an den Ecken
sollen überall Nüsse und Mandeln stecken.
Ich wünsche mir ein Häuschen dazu aus Marzipan,
mit all den feinen Sachen dran.
Zuckerguss mit Liebesperlen als Dekoration,
dazu Puderzucker als Schnee-Formation.
Dann setze ich mich davor,
zünde eine Kerze an und stell mir vor:
Alle sollen auf den Frieden achten,
Engel jubilieren – Frohe Weihnachten! (Brigitte Obermaier)
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Muttertag
An Eine,
die mich liebte, bevor ich war.
An Eine,
die mich unter Schmerzen gebar.
An Eine,
deren Liebe mich nie verließ.
An Eine,
die immer den Weg mir wies.
An Eine,
die mit mir geweint und gelacht.
An Eine,
die mein Leben so lebenswert macht.
An Eine,
die stets für mich bereit,
ich danke dir, liebe Mutter,
für dich und deine Zeit.
Annegret Kronenberg |
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Zum Osterfest Wir wünschen euch zum Osterfest,
dass ihr mit Freuden seht,
wie alles, weil‘s der Himmel will,
wahrhaftig aufersteht.
Das Dunkle weicht, das Kalte schmilzt,
erstarrte Wasser fließen,
und duftend bricht die Erde auf,
um wieder neu zu sprießen.
Wir alle müssen eines Tages
von dieser Erde gehen.
Wir werden, wenn‘s der Himmel will,
wie Ostern auferstehn. |
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Die Tulpe
Dunkel
war alles und Nacht.
In der Erde tief
die Zwiebel schlief,
die braune.
Was ist das für ein Gemunkel,
was ist das für ein Geraune,
dachte die Zwiebel,
plötzlich erwacht.
Was singen die Vögel da droben
und jauchzen und toben?
Von Neugier gepackt,
hat die Zwiebel einen langen Hals gemacht
und um sich geblickt
mit einem hübschen Tulpengesicht.
Da hat ihr der Frühling entgegengelacht. (Josef Guggenmos) |
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